Anreise und Kleines Furkahorn

Wieder einmal hatte ich über ein verlängertes Wochenende eine kleine 4000er-Tour geplant. Diesmal schien aber das Wetter gar nicht mitzuspielen. Dauerregen und Schnee trotz sehr milden Wetters waren vorhergesagt. Aller par Stunden schaute ich mir die aktuellen Wetterprognosen für die nächsten Tage im Internet an in der Hoffnung, das sich doch noch ein Lichtblick auftut.
Eigentlich wollte ich schon am Dienstag los, sicherheitshalber wartete ich dann aber doch noch einen Tag. Endlich, am denkwürdigen 3.Oktober startete ich in der Frühe in Richtung Furkapass. Wegen des "(Feier-) Tages der Einheit" war wenig auf den Straßen los und schnell kam ich voran, so dass ich kurz nach Mittag auf dem Furkapass (2427m) ankam.
Bei leicht sonnigem Wetter machte ich mich auch gleich an den Aufstieg des Kleinen Furkahorns. Im September hatte ich diesen kleinen Gipfel bereits bestiegen, leider hatte ich beim Reset meines GPS den Track gelöscht. Schnell ging es aufwärts über den Pfad zur oberen Station der Materialseilbahn (2665m). Diesmal lag aber schon bedeutend mehr Schnee als noch im September.

Das Kleine Furkahorn (3026m) befindet sich schon im Schießgelände der Schweizer Luftwaffe und da ab Anfang Oktober bis Ende Februar die Schießsaison läuft, hatte ich noch mal Glück, denn an diesem Tag war nur die Luftaufklärung im Einsatz - also ballerte niemand rum. Was da mitunter auf den Schweizer Gletschern los ist, davon konnte ich mir bei meiner Finsteraarhorntour ein Bild machen. Überall liegen zerschossene bunte Ballons und Unmengen an größeren Projektilen rum.
Von der Seilbahnstation nahm ich den kürzeren Weg direkt über die Steinplatten des breiten Grates hinauf. Einige Male musste ich Schneefeldern ausweichen, um nicht zwischen den schneebedeckten Steinblöcken einzusacken.
Auf dem Gipfel bot sich mir ein schöner Fernblick rüber zum mächtigen Finsteraarhorn und auf das gesamte Aletschgebiet. Nach kurzer Fotopause ging's aber gleich denselben Weg wieder runter zum Auto.

Nach kurzem Picknick am Auto fuhr ich den bereits bekannten Weg weiter bis Saas Almagell bis zur kleinen Kapelle am Kraftwerk. Die ganze Nacht schüttete es dann wie aus Kannen.

Die Tour geht weiter (Hüttenzustieg)