Anreise und Kleines Furkahorn

Weissmies - Der Hüttenzustieg

Früh gab es dann ein böses Erwachen. Beim Packen meiner Sachen stellte ich mit Erschrecken fest, dass ich am Vortag auf dem Furkapass meine Gletscherbrille auf dem Autodach abgelegt hatte und dort vergessen hatte. Ohne Ersatzbrille war an keinen Aufstieg zu denken. Und da das Wetter noch recht unbeständig war, startete ich noch einmal kurz entschlossen zurück zum Furkapass. Dies bedeutete - 2 Stunden Autofahrt auf engen Gebirgs- und Passstrassen und dies auch noch im Regen. Dummerweise ging mir dann in Gletsch, dem letzten kleinen Ort vor dem Passanstieg der Sprit aus. Keine Tankstelle weit und breit. Mit der letzten Reserve schaffte ich es dann aber doch noch bis auf den Pass hinauf.
Nach einer halbstündigen Suche im Regen gab ich auf. Sicher hatte jemand die Brille als schönes Souvenir eingepackt. Der Finder kann sich gern bei mir melden, denn ich hab noch ein tolles Etui zur verloren gegangenen Brille.
So blieb mir nun nichts weiter übrig, als spritschonend wieder ins Rhonetal hinabzurollen und mit Glück erreichte ich so sogar weiter unten noch eine Tankstelle. Den nächsten Zwischenstopp legte ich in Fiesch ein, wo ich mir eine neue Gletscherbrille kaufte und mir wenigstens ein par Schweizer Franken besorgte.
Gegen Mittag, als sich das Wetter zusehends besserte, erreichte ich wieder die kleine Kapelle oberhalb von Saas Almagell.
Schnell packte ich meinen Tourenrucksack fertig und machte mich auf den Weg hinab nach Saas Almagell und von dort hinauf über den Direktweg zur Almageller Alp (2194m).

Noch in guter Form vom Finsteraarhorn und bei optimalem kühlem Wetter ging's schnell hinauf bis zur Alp und weiter über den Talweg zur Almageller Hütte.
Die Hütte war natürlich zu, dafür war aber die gemütliche Winterhütte offen. Die hatte sogar so einen alten Küchenofen wie zu Omas Zeiten (mit Backofen und Wasserreservoir). Abends kamen noch 3 Deutsche und ein Holländer rauf und ich war froh, den Gipfel nicht allein angehen zu müssen.

Wir heizten noch einmal kräftig ein. Nach einiger Zeit verabschiedete sich der Holländer in sein Freibiwak. Bei uns in der Hütte dauerte es mal wieder viel zu lange, bis uns endlich der Schlaf übermannte.

Die Tour geht weiter (Besteigung)